Superfood

emadismail, 21. Juli 2015

Chiasamen

Schon die alten Kulturen der Maya und Azteken erkannten die Heilkräfte der Chia-Samen. Ihre Stärke besteht darin, Säuren und Giftstoffe zu binden und auszuleiten. Bestehenden und potentiellen Krankheiten können sie somit entgegenwirken bzw. vorbeugen. Zugleich fördert ihre grosse Nährstoffdichte den gesunden Gewebeaufbau, was nicht zuletzt für die Entwicklung von neuem Leben während der Schwangerschaft von grossem Wert ist. Bei folgenden Beschwerden haben sich Chia-Samen besonders bewährt:

Wundheilung
Gelenkschmerzen
Diabetes
Gewichtsreduktion
Reizdarmsyndrom
Zöliakie
Schilddrüsenerkrankungen
Senkung des Cholesterinspiegels
Sodbrennen

Rezepte mit rohen Chia-Samen

Chia-Samen können alternativ zu Leinsamen verwendet werden. Sie haben einen milden, angenehmen Geschmack und lassen sich deshalb gut mit anderen Lebensmitteln kombinieren. Es gibt Chia-Rezepte für Smoothies, Puddings, Gebäck, Dressings u.v.m. Die rohen Samen lassen sich beispielsweise über Salate streuen oder in Müslimischungen integrieren. In der Rohkostküche ersetzen gemahlene Chia-Samen konventionelles Mehl.

Goji

Goji-Beeren: Kleine Früchte – große Wirkung

Die kleinen unscheinbaren roten Früchte, die aussehen wie Berberitzen, haben einiges zu bieten. Bocksdornfrüchte enthalten im Verhältnis zu ihrem Gewicht viele Vitamin- und Mineralstoffe und haben ein sehr hochwertiges Aminosäureprofil. Manche Werbeeinschaltungen bezeichnen Bocksdornfrüchte deshalb als „Hybrid aus Nahrungsmittel, Vitamin und Medizin – ein Super Überlebensmittel“. Das Interesse an tibetischer Medizin und der hohen Lebenserwartung von Hunzas – angeblich werden viele von ihnen über 100 Jahre – trägt dazu bei, dass Bocksdornfrüchte als Wunder-Lebensmittel mit Anti-Aging Effekt gepriesen werden.

Die chinesische Medizin setzt seit jeher Bocksdornfrüchte therapeutisch ein. In einer Dosis von 1-3 Esslöffel täglich haben sie einiges zu bieten:

– Sie stärken Niere und Leber (nähren deren Säfte und wirken so zB. gegen graue Haare oder schmerzende Gelenke)
– Sie befeuchten die Augen (sehr zu empfehlen, wenn man viel am Computer arbeitet und an trockenen/brennenden Augen leidet)
– Sie stärken die Essenz und tonisieren das Blut
– Sie regulieren den Blutdruck und Blutzuckerspiegel

Westlich gesehen enthalten Bocksdornfrüchte viele Carotinoide. Das sind Pflanzenfarbstoffe, die man auch in der Karotte findet. In unserem Körper spielen sie eine wichtige Rolle als Vorläufer-Substanz zur Produktion von Vitamin A, welches wichtig für unsere Haut und Augen ist. Außerdem enthalten die Früchte auch viel Vitamin C (mehr als Zitrusfrüchte) und die Vitamine B1 und B2. Ebenso findet man die essentiellen Aminosäuren Isoleucin und Methionin, die wir zum Aufbau körpereigener Proteine benötigen, sowie Mineralstoffe und Spurenelemente, die unter anderem für unser Immunsystem von großer Bedeutung sind.

Klinische Studien¹ bestätigen unter anderem auch die Wirksamkeit zur Stärkung von Abwehrkräften im Allgemeinen und zur Vorbeugung von Krebs im Besonderen. Außerdem werden den Beeren -wegen des hohen Anteils an Antioxidantien starke Anti-Aging Eigenschaften – Jüngst erschienene medizinische Artikel, die in der „National Library of Medicine Database“ (USA) enthalten sind, bestätigen diese Wirkung².

Maca

Maca – Das Potenzwunder der Inka

Maca ist das Superfood der südamerikanischen Inka. Heute wird die Knolle als natürliches Aphrodisiakum eingesetzt und findet in der Naturheilkunde Anwendung bei Libidomangel und Potenzproblemen, aber auch bei unerfülltem Kinderwunsch und in den Wechseljahren. Sportler nutzen Maca ferner zur Leistungsteigerung, während Kopfarbeiter die von Maca verliehene geistige Wachheit lieben. Maca kann aber noch mehr. Lesen Sie bei uns alles über die Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten des Potenzwunders Maca.
Maca – Das Potenzwunder der Inka Maca – Das Potenzwunder der Inka

Maca – Das Superfood aus den Anden

Maca ist eine Knolle aus dem Hochland Südamerikas. Als stärkendes Superfood wirkt Maca besonders bei Potenzproblemen, Libidomangel und schwindender Leistungsfähigkeit im stressigen Alltag.
Maca – Das Potenzwunder der Inka

Maca ist das Superfood der südamerikanischen Inka. Heute wird die Knolle als natürliches Aphrodisiakum eingesetzt und findet in der Naturheilkunde Anwendung bei Libidomangel und Potenzproblemen, aber auch bei unerfülltem Kinderwunsch und in den Wechseljahren. Sportler nutzen Maca ferner zur Leistungsteigerung, während Kopfarbeiter die von Maca verliehene geistige Wachheit lieben. Maca kann aber noch mehr. Lesen Sie bei uns alles über die Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten des Potenzwunders Maca.
Maca aus dem Hochland Perus

Gerstengras

Gerstengras vereint in sich eine so einzigartige Kombination an Nährstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien, dass sich kaum ein Lebensmittel finden lässt, das hier auch nur annähernd mithalten kann.
Gerstengras – Balance der Vitalstoffe

Der japanische Wissenschaftler Dr. Yoshihide Hagiwara hat bereits vor vielen Jahrzehnten über 200 grüne Blattgemüse untersucht und diese miteinander verglichen.

Er stellte fest, dass Gerstengras mehr Mineralstoffe, mehr Spurenelemente, mehr Vitamine, mehr Chlorophyll, mehr Bioflavonoide und mehr Enzyme enthielt als alle übrigen analysierten Grünpflanzen.

Im Vergleich zu herkömmlichen Lebensmitteln lieferte Gerstengras in Hagiwaras Untersuchung beispielsweise:

11mal so viel Calcium wie Kuhmilch
5mal so viel Eisen wie Spinat und Brokkoli
4mal so viel Vitamin B1 wie Vollkorn (Weizen)
7mal so viel Vitamin C wie Orangen und
genau so viel Zink wie die reichsten Zinkquellen tierischen Ursprungs

Nicht nur die Quantität der Inhaltsstoffe faszinierten Hagiwara seinerzeit, sondern auch deren Ausgewogenheit.

Er sagte, in den Blättern der jungen Gerstenpflanze habe er die ausgewogenste Nährstoffkonzentration aller bisher untersuchten Pflanzen entdeckt.

Gleichzeitig ist Gerstengras eines der basischsten Lebensmittel, die uns zur Verfügung stehen.
Gerstengras gleicht den Säure-Basen-Haushalt aus

Moringa

Die gesunde Power steckt in den Blättern

Die Pflanze gilt bisher als das mit Abstand nährstoffreichste Gewächs überhaupt. Zahlreiche wertvolle Nähr- und Vitalstoffe sind besonders in den Blättern oder im Blattpulver in optimal abgestimmter Form zu finden. Hervorzuheben ist hierbei die hohe Anzahl an Aminosäuren, denn 18 von 20 bekannten essentiellen Aminosäuren konnten in den Blättern nachgewiesen werden. Diese können vom menschlichen Organusmus nicht selbstständig hergestellt werden, sind jedoch wichtiger Bestandteil für den Sauerstofftransport im Körper, dieKonzentrationsfähigkeit und viele wichtige Gehirnfunktionen.

Auch ein hoher Anteil an Antioxidantien sind in der Moringapflanze nachgewiesen. Sie sind unablässig für einen leistungsfähigen Organismus, denn sie schützen uns vor freien Radikalen, die häufig die Ursache von Erkrankungen sein können. Die so genannten  mit Hilfe dessen festzustellen ist, zu welchem Maße freie Radikale gehemmt werden, sind bei Moringa bedeutend höher als bei anderen Pflanzen. Dies weist auf besonders gute antioxidative Eigenschaften der Pflanze.

Schwarzkümmel

Das ägyptische Schwarzkümmelöl

Heute wie vor Jahrtausenden findet Schwarzkümmel u. a. in folgenden Fällen Anwendung:
– starke immunregulatorische und -stimulierende Wirkung.
Schwarzkümmelöl enthält sehr viele ungesättigte und hochungesättigte Fettsäuren, wie Linol- und Gammalinolensäuren. Diese sind ebenso wichtig wie Vitamine und Mineralstoffe und für die Hormonproduktion
– unerlässlich. Anwendungsgebiete bei allen Arten von Allergien, Entzündungen (Gelenk-, Haut-, der Atemwege), Depressionen, Bronchitis, Asthma, Husten, Hauterkrankungen, wie Ekzemen, Flechten, Pilzerkrankungen, Verdauungsproblemen und
– Potenzschwäche, u.s.w.
Die Wirkung des Schwarzkümmels beruht u. a. auf dem im ätherischen Öl enthaltenen Carvon, das auf den Magen anregend, auf den Darm jedoch beruhigend und gegen Blähungen wirkt. Darum kann er, wie der echte Kümmel, für Magen- und Darm-/Verdauungsprobleme eingesetzt werden, denn er fördert die natürliche Darmflora, während er die krankmachenden Bakterien unterdrückt. Dies kann allergische Reaktionen neutralisieren und erklärt die mildernde Wirkung bei Asthma, Bronchitis, Husten, Pollenallergien (Heuschnupfen), Stauballergien und grippalen Infekten. Bringt Linderung bei Beschwerden von Herz und Kreislauf. Die günstige Wirkung bei Störungen im Leber- und Gallenbereich ist zu betonen. Auch das Immunsystem wird bei einer regelmäßigen Anwendung gestärkt. In der Volksmedizin im Orient und in Asien ist dieses Öl seit langem bekannt, denn die Ärzte von Ägypten bis China haben sich diesen Effekt bei entzündlichen Prozessen und Pilzbefall zunutze gemacht. Durch die Inhaltsstoffe im Schwarzkümmelöl wird die übersteigerte T-Zellenfunktion des Allergikers stabilisiert und die krankhaft gesteigerte Immunreaktion durch Antikörper unterdrückt. Die übertriebene Immunantwort wird normalisiert und die Mastzelldegranulation verringert. Bei über 70% von 600 Patienten wurde eine Ausheilung allergischer Krankheiten festgestellt. Schwarzkümmelkümmel hat eine sedierende, d. h. eine beruhigende Wirkung und verbessert somit das allgemeine Empfinden, auch gegen Depressionen. Schwarzkümmelöl eignet sich hervorragend zur Behandlung allergischer Hautallergien, Akne, Ekzemen, u. a., Hautirritationen und zur Pflege besonders empfindlicher Haut.

Datteln

Nährwert von Datteln

Trockendatteln haben einen Wassergehalt von 20 %, sind aber wegen ihres hohen Zuckergehaltes von ungefähr 60 bis 70 % dennoch sehr lange haltbar. Die Kohlenhydrate setzen sich in ähnlichen Anteilen hauptsächlich aus (25 gr) Glukose und (25 gr) Fruktose sowie (14 gr) Saccharose zusammen. Fruktose beziehungsweise Fruchtzucker wird in der Diätetik bevorzugt, weil er von Diabetikern besser vertragen wird als andere Zuckerarten. Fruchtzucker hat einen eher niedrigen glykämischen Index. Fruchtzucker ist mit seiner höheren Süßkraft ernährungsphysiologisch auch bei anderen Erkrankungen von Vorteil. Der Eiweißgehalt von Datteln ist mit unter 2 % gering, der Fettgehalt mit 0,5 % zu vernachlässigen. Datteln enthalten 6-8 % Ballaststoffe und 1,8 % Mineralstoffe. Bemerkenswert ist der sehr hohe Gehalt an Kalium. Der Eisen- und Zinkgehalt ist im Vergleich mit anderen Obstarten ebenfalls hoch.Datteln enthalten 275 bis 300 Kilokalorien pro 100 Gramm. enthält also ca. 25 kcal. Für Ausdauersportler wie Läufer, Skiwanderer oder Bergsteiger sind Datteln eine optimale Verpflegung für unterwegs, da sie sehr rasch Energie spenden und die wichtigsten Mineralstoffverluste ausgleichen.

Granatapfel

Bohnen

Bohnen sind besonders

Es gibt mehr als 100 verschiedene Bohnensorten, die sich in ihrer Farbe, Länge und im Geschmack unterscheiden. Ob rund, länglich, nierenförmig, rot, gelb oder grün – jede einzelne Bohnensorte zeichnet sich mit einzigartigen Besonderheiten aus. Die Grundwirkung aller Bohnensorten ist jedoch ähnlich und sehr positiv für die Gesundheit.

Tipp: Um die gesundheitlichen Vorteile jeder einzelnen Bohne zu erhalten, ist eine wöchentliche Abwechslung sehr empfehlenswert.

Bohnen Gesund

Bohnen sind mehr als nur ein Fleischersatz. Sie sind so nahrhaft, dass sogar einige Ernährungsrichtlinien empfehlen, 1 bis 3 Tassen in der Woche zu verzehren. Aber was macht die Bohnen denn so einzigartig?

Wenn es um die Kalorien geht, sind Bohnen vergleichbar mit Fleisch. Ihre Nährwerte ähneln dem vom Fisch und Geflügel. Doch ihren einzigartigen Schimmer verdanken die Bohnen ihrem überdurchschnittlich hohen Ballaststoffgehalt und dem hohen Wasseranteil. Zwei Zutaten, die einem ein Völlegefühl verleihen, schneller satt machen und beim Abnehmen helfen.

Da die tägliche Ernährung der meisten Menschen einen enormen Ballaststoffmangel aufweist, wächst auch deren Taillenumfang, wodurch sich als Folge deren Risiko für chronische Erkrankungen erhöht. Bereits nur eine Tasse gekochte Bohnen liefert 12 Gramm Ballaststoffe und deckt damit bereits die Hälfte des täglichen Ballaststoffbedarfs eines Erwachsenen. (Fleisch enthält dagegen fast keine Ballaststoffe).

Die vielen Ballaststoffe werden im Körper nur langsam verdaut, wodurch sie länger satt halten und ebenso Blutzuckerspitzen und -tiefen vermeiden. Ungewollte Heißhungerattacken werden so verhindert und überschüssige Pfunde leichter beseitigt. Laut neuer Studien wiegen Bohnenesser im durchschnittlich 7 Kilo weniger, haben schlankere Taillen und essen dennoch pro Tag 199- 300 Kalorien mehr, als Nicht-Bohnenesser.

Zu den gesundheitsfördernden Ballaststoffen liefern Bohnen außerdem wichtige sekundäre Pflanzenstoffe (Verbindungen, die nur in Pflanzen gefunden wurden) und viele Antioxidantien. Beide Inhaltsstoffe setzen im Körper zellschädigende freie Radikale außer Gefecht, die zu den ausschlaggebendsten Auslösern für Krebs, Alterungsprozess und neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer gehören.

Während einer Studie maßen Forscher die antioxidativen Kapazitäten von mehr als 100 Lebensmittel. Drei Arten von Bohnen kamen in die Top 4: die kleinen roten Bohnen, rote Kidneybohnen und die schwarzen Bohnen. Zwei andere Bohnensorten erreichten die Top 40: die weißen Bohnen und Schwarzaugenbohnen.

Bohnen Wirkung

Bohnen liefern Antioxidantien

Die schwarze Bohne gehört unter den Bohnen zu den Spitzenreitern der antioxidativen Aktivität. Forscher fanden heraus, dass je dunkler die Samenschale ist, desto höher auch der Gehalt an Flavonoide. Die weiße Bohne liefert dagegen die schwächste antioxidative Aktivität.

Die starken antioxidativen Eigenschaften haben die schwarzen Bohnen der hohen Konzentration der Anthocyane zu verdanken. Anthocyane sind gesunde Flavonoid-Pigmente, die Lebensmittel, wie Heidelbeeren, schwarzen Johannisbeeren, Himbeeren, roten Trauben ihre Farbe und antioxidative Fähigkeit verleihen.

Die starken Antioxidantien der schwarzen Bohne schützen die Zellen vor schädlichen freien Radikalen, die im Körper Zellschäden und eine Reihe von chronischen und degenerativen Erkrankungen wie Alzheimer-Krankheit, viele Krebsarten und Herzerkrankungen verursachen können. So schützen auch die Antioxidantien in den roten Kidneybohnen, Cannellini Bohnen den weißen Kidneybohnen die Haut vor Zellschäden und damit vor Alterung, Falten und Sonnenlicht produzierende Metalloproteinasen. Der regelmäßige Bohnengenuss schützt so vor der Zerstörung der Kollagenfasern und einer vorzeitigen Faltenbildung der Haut.

Hinweis: Neben den zellschützenden Antioxidantien liefern die Bohnen ein reichhaltiges Angebot an Kupfer, pflanzliche Proteine und Zink, die ebenso vor einer vorzeitigen Faltenbildung der Haut schützen.

Bohnen haben ein niedrigen glykämischen Index

Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index halten den Blutzucker stabil, indem die Kohlenhydrate nur langsam gespalten und in die Blutbahn gegeben werden. Dies verhindert wiederum das Verlangen nach süßen Speisen und verbessert die Kontrolle von Stimmungsschwankungen. Zusätzlich wirken Lebensmittel mit niedrigem GI gegen die Insulinresistenz eines Diabetikers und reduzieren so das Risiko für die Entwicklung von Herzerkrankungen und Schlaganfällen.

Die schwarzen Bohnen, Cannellini Bohnen, Lima Bohnen und Kidneybohnen sorgen so für eine stetige Energieversorgung nach dem Verzehr, kontrollieren Stimmungsschwankungen und Heißhungerattacken auf zuckerhaltige Lebensmittel.

Bohnen helfen beim Abnehmen

Werden Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index in der täglichen Ernährung mit Lebensmitteln mit einem niedrigen GI ersetzt, macht sich das auf den Gewichtsverlust sehr positiv bemerkbar. Kohlenhydrate in den Lebensmitteln sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel steigt und der Körper ein Hormon namens Insulin produziert.

Das Insulin hat im Körper die Aufgabe, den Blutzuckerspiegel zu senken. Dies geschieht unter anderem durch die Speicherung der Glucose in den körpereigenen Muskel- und Leberzellen (so kann die Glucose später als Energie verwendet werden). Werden zu viele Lebensmittel mit einem hohen GI verzehrt, reicht die Kapazität der Glucose speichernden Zellen häufig nicht aus, sodass diese Kohlenhydrate als Fett am Bauch, Po und Oberschenkeln hinterlegt werden.

Bohnen liefern nur einen geringen GI und sind daher eine wunderbare Alternative zu vielen herkömmlichen Lebensmitteln mit einem hohen GI.

Bohnen regen die Entgiftung des Körpers an

Bohnen haben eine entgiftende Wirkung auf den Körper, die mit einer erheblichen Menge an Molybdän verknüpft ist. Das Molybdän ist ein Spurenelement und spielt eine wesentliche Rolle in der menschlichen Gesundheit. Es stimuliert die Wirkung der Entgiftungsenzyme Sulfit-Oxidase und Aldehydoxidase und regt dadurch die Entgiftung vom Körper an:

Die Aldehydoxidase hilft Acetaldehyd zu zerstören, welches eine giftige und krebserregende Substanz ist und als Nebenprodukt der Hefe und des Alkohol-Stoffwechsels gebildet wird.

Die Sulfit-Oxidase ist wiederum ein mitochondriales Enzym, welches die Umwandlung der Sulfite in Sulfate katalysiert. Sulfite sind Lebensmittelzusatzstoffe, die manchmal zu verarbeiteten Lebensmitteln hinzugefügt werden, um deren Frische zu bewahren. Diese Zusatzstoffe können bei manchen Menschen toxisch wirken.

Bohnen eine gesunde Proteinquelle

Eiweiß (=Protein) ist wichtig für viele Körperprozesse, einschließlich der Erneuerung und der Reparatur vom Gewebe. Proteine sind ein wichtiger Baustein der Muskeln und Haut und machen einen großen Teil der Haare und Nägel aus.

Einige Bausteine der Proteine (=Aminosäuren) können vom Körper nicht eigenständig hergestellt werden und müssen deshalb über die Nahrung aufgenommen werden. Bohnen können in Kombination mit braunem Reis oder Pseudogetreidesorten ein komplettes Protein bereitstellen und dadurch die biologischen Funktionen des Körpers unterstützen.

Bohnen gegen Herzerkrankungen

Hülsenfrüchte, wie Kidneybohnen sind voller Folsäure und Ballaststoffe, die beide die kardiovaskuläre Gesundheit fördern. Nur eine Tasse (177 Gramm) gekochte Kidneybohnen liefern ein Drittel der empfohlenen Tagesdosis an Folsäure. Ein Folsäuremangel wird häufig mit einem erhöhten Risiko von Herzerkrankungen, koronaren Komplikationen und Schlaganfällen in Verbindung gebracht. Die Folsäure hilft ebenso das Homocystein zu beseitigen, welches eine giftige Substanz ist und zu schweren Arterienschäden führen kann.

Die löslichen Ballaststoffe in roten Bohnen unterstützen die Gesundheit des Herzens, indem sie eine gelartige Substanz im Verdauungstrakt bilden. Dieses Gel verbindet sich dann mit der Gallenflüssigkeit und führt so das Cholesterin aus dem Körper hinaus.

Bohnen gegen Krebs

Eine Studie der Zeitschrift Cancer Research April 2006 legt nahe, dass Hülsenfrüchte, wie Limabohnen den Körper vor kolorektale Adenome schützen können. (Kolorektale Adenome sind gutartige Tumore, die das Potenzial zu Krebs haben. Diese Tumore sind ein wichtiger Vorläufer des kolorektalen Karzinoms und die dritthäufigste Krebsart bei Männern und Frauen.) Die Forscher fanden heraus, dass Frauen, die mindestens 4 Portionen Hülsenfrüchte pro Woche aßen, deutlich weniger wahrscheinlich kolorektalen Adenomen aufwiesen als Frauen, die eine Portion pro Woche oder weniger verzehrten.

Bohnen Nebenwirkungen

Menschen, die an Nierensteine und Gicht leiden, sollten Bohnen nur in Maßen verzehren. Der Purin-Gehalt in einigen Bohnensorten kann sich bei Menschen, die empfindlich auf Purine reagieren, negativ auswirken.

Nüssen

Nüsse sind eine Wohltat für Ihr Herz und Ihre Blutgefässe. Bereits mehrere Portionen Nüsse in der Woche bieten Ihnen einen Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall. Der regelmässige Verzehr von Nüssen kann aber auch Ihr Risiko für Diabetes und nachweislich sogar das für Bauchspeicheldrüsenkrebs reduzieren. Genauso schützen Nüsse auch die Prostata sowie den Darm vor Krebs, insbesondere den Dickdarm. Es lohnt sich also wirklich, immer ein Tütchen Nüsse bei der Hand zu haben. Alles rund um die leckeren Nüsse erfahren Sie bei uns.

 Nüsse für Ihre Gesundheit

Nüsse – am besten täglich

„Täglich ein Stückchen Nusskuchen oder eine halbe Tafel Nussschokolade sollte es schon sein. Alternativ könnten Sie aber auch eine Packung Nussplätzchen verspeisen.“ Wäre es nicht schön, wenn das eine Verordnung des Hausarztes wäre? Nusskuchen statt Betablocker und Cholesterinsenker – und Ihr Herz ist bald wieder wie neu.

Ganz so einfach ist es nicht. Zwar sollten Sie tatsächlich täglich Nüsse essen, aber es muss dann schon ein ganz besonderer Nusskuchen und eine ganz bestimmte Nussschokolade sein. Und es kommen auch nur ganz spezielle Nussplätzchen in Frage.

Bevor wir aber zu den einschlägigen Rezepten kommen, wäre es natürlich wichtig zu wissen, warum und wie die Nüsse Ihrer Gesundheit so nützen können.

Nüsse sind voller wertvoller Nährstoffe

Botanisch gesehen sind Nüsse Früchte und gehören zum Schalenobst. Ihre Inhaltsstoffe unterscheiden sich allerdings wesentlich von denen anderer Obstfamilien.

So enthalten Nüsse im Gegensatz zu den meisten Früchten nur sehr wenig Wasser, dafür aber reichlich Fett, Eiweiss, komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe.

Nüsse sind daher eine hochkonzentrierte Nahrung mit extrem hoher Nährstoffdichte. Das bedeutet, man muss von Nüssen nicht sehr viel essen, um satt zu werden. Gleichzeitig tragen bereits kleine Nussmengen enorm zur Deckung des täglichen Nährstoff- und Vitalstoffbedarfs bei.

Gesunde Fette aus Nüssen

Nüsse enthalten viel Fett. Daher galten sie in der Vergangenheit als Kalorienbomben, die man tunlichst mied, wollte man eine einigermassen ansehnliche Figur behalten.

Und tatsächlich: Walnüsse und Haselnüsse liefern bereits 60 % Fett und die Macadamia-Nuss bringt es sogar auf über 70 % Fett.

Hanf und Kastanien gehören zu den Nüssen

Die kleinen Hanfsamen, die in Wirklichkeit Hanfnüsschen sind und damit zur Familie der Nüsse gehören, liefern nur 35 % Fett. Das Fett der Hanfnüsse (Hanföl) ist übrigens nicht zuletzt aufgrund seines optimalen Fettsäuremusters eines der besten und gesündesten Speiseöle der Welt. Lesen Sie hier alle Details über das Hanföl: Hanföl – Das beste aller Speiseöle

Eine Ausnahme in der Welt der echten Nüsse stellt die Maroni (Esskastanie) dar – zumindest in Sachen Fett: Sie enthält nur knapp 2 % Fett, dafür reichlich Kohlenhydrate.

Mandeln und andere „Nicht-Nüsse“

Die Mandel liegt fettmässig im breiten Mittelfeld und besteht zu 50 % aus Mandelöl. Allerdings gehört die Mandel aus botanischer Sicht nicht zu den Nüssen, sondern zum Steinobst. Diese Familienzugehörigkeit zeigt sich schon beim Anblick eines Mandelbaumes, den viele Menschen leicht mit einem Pfirsichbaum verwechseln.

Andere Nüsse, die wir zwar im Volksmund als Nüsse bezeichnen, die aber wie die Mandel zu anderen botanischen Familien zählen, sind die Erdnuss (die zu den Hülsenfrüchten gehört), die Cashewnuss, die Pekannuss, die Kokosnuss und die Paranuss.

Walnüsse sind hervorragende Omega-3-Lieferanten

Trotz dieser wirklich immensen Fettgehalte handelt es sich beim Nussfett um ein sehr hochwertiges Fett mit vielen gesundheitlichen Vorteilen. So ist die Fettsäurenzusammensetzung in vielen Nüssen ganz hervorragend.

Wir finden dort einen hohen Gehalt an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, während der Anteil an gesättigten Fettsäuren gering ist (Ausnahme Kokosnuss).

Bei der Walnuss nun liegt nicht nur der (nach der Hanfnuss) höchste Omega-3-Fettsäurengehalt aller Nüsse vor, sondern ausserdem ein wunderbares Omega-6-Omega-3-Verhältnis.

Normalerweise überwiegen in unserer modernen Ernährung die Omega-6-Fettsäuren. Sie finden sich besonders in tierischen Fetten, im Getreide sowie im Sonnenblumenöl. Omega-3-Fettsäuren hingegen fehlen oft.

Ideal wäre es, wenn wir beide Fettsäurearten im Verhältnis von etwa 3 zu 1 (Omega-6 zu Omega-3) zu uns nehmen würden. Auch 5 oder 6 zu 1 wäre noch in Ordnung. Stattdessen bewegt sich das heutige Verhältnis oft bei 25 oder gar 50 zu 1 und ist daher mehr als unausgewogen.

Das ideale Verhältnis von 3 zu 1 liefert allerdings nur die Hanfsaat. Das Fettsäureverhältnis der Walnuss ist jedoch ebenfalls ganz hervorragend und befindet sich bei 6 zu 1.

Omega-3-Fettsäuren wirken sich auf ganz unterschiedliche Weisen positiv für unsere Gesundheit aus. So sind sie beispielsweise entzündungshemmend, cholesterinsenkend, blutverdünnend, triglyceridsenkend, stimmungsaufhellend und vieles weitere mehr.

Fast alle dieser Eigenschaften zeigen schon, wie gut diese Fettsäuren und damit die Nüsse dem Herz, dem Blut und den Blutgefässen tun.

Nüsse schützen Herz und Gefässe

Harvard-Wissenschaftler stellten 2009 beispielsweise in einer Analyse von 13 Walnuss-Studien fest, dass Walnüsse nicht nur den Cholesterinspiegel senken konnten, sondern ausserdem auch die antioxidativen Kapazitäten der Teilnehmer zu erhöhen sowie Entzündungsmarker in deren Blut zu reduzieren vermochten.

Besonders überraschend war: Die Studienteilnehmer assen jeden Tag so viele Nüsse, dass sie damit bis zu 24 % ihrer Gesamtkalorien zu sich nahmen. Dennoch legten die Walnuss essenden Studienteilnehmer nicht an Gewicht zu – im Gegenteil, manchmal nahmen sie sogar etwas ab.

Und da auch Übergewicht bekanntlich zu den Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Beschwerden zählt, spricht natürlich auch diese gewichtsregulierende Wirkung der Nüsse für deren Einsatz in einer herzgesunden, körperbewussten Ernährung.

Lesen Sie dazu auch: Erdnüsse – Superfood für die Gefässe

Nüsse schenken Antioxidantien

Damit noch nicht genug: Neben guten Fetten enthält jede Nuss eine eigene Kombination aus Vitaminen und Mineralien.

So sind Nüsse beispielsweise eine hervorragende Quelle für Vitamin E – ein kraftvolles Antioxidans, das schädliche freie Radikale neutralisiert und verhindert, dass gesunde Zellen angegriffen werden.

Die Walnuss enthält 6 mg Vitamin E, bei Mandeln liegt der Wert bei 25 mg und Haselnüsse bringen es auf knapp 27 mg. Da der Tagesbedarf des Menschen an Vitamin E bei etwa 10 mg liegt, kann Sie schon eine Handvoll Mandeln oder Haselnüsse mit genug Vitamin E für den ganzen Tag versorgen.

Nüsse sind reich an Folsäure und Magnesium

Nüsse sind ausserdem ideal dazu geeignet, Ihren Magnesiumspiegel auf Vordermann zu bringen. Magnesium trägt zur Kontrolle des Blutdrucks bei und sorgt für ein entspanntes Nervensystem. Ausserdem hemmt Magnesium Entzündungen und verhindert, dass sich Plaque an den Arterienwänden ansammelt.

Auch Folsäure findet sich in Nüssen. Folsäure gehört zum Vitamin-B-Komplex und wird besonders schwangeren Frauen ans Herz gelegt, weil sich bei Folsäuremangel das zentrale Nervensystem des Fötus nicht gesund entwickeln kann. Im Extremfall können ein offener Rücken oder andere Missbildungen entstehen.

Gerade die Walnuss ist besonders reich an Folsäure. Sie liefert pro 100 Gramm 77 Mikrogramm Folsäure und damit nur ein bisschen mehr als die Haselnuss, deren Folsäuregehalt bei 71 Mikrogramm liegt.

Nüsse gegen hohe Homocysteinwerte

Folsäure ist jedoch auch für Nichtschwangere äusserst wichtig, da die Folsäure – gemeinsam mit den Vitaminen B6 und B12 – vor einer überhöhten Konzentration von Homocystein im Blut schützt und so auch auf diesem Wege vor Herz- und Gefässerkrankungen bewahrt.

Steigen nämlich die Homocysteinwerte im Blut, dann schädigen sie das Herz und die Blutgefässe und es kommt zu Ablagerungen in den Arterien.

Wie wunderbar die Folsäure gemeinsam mit den B-Vitaminen den Homocysteinspiegel und damit sogar das Risiko für Hirnschläge senken kann, wurde 2009 in einer Studie von Wissenschaftlern der University of Toronto mit 5.522 Erwachsenen gezeigt.

Nüsse sind wertvolle Proteinlieferanten

Nüsse sind natürlich auch wertvolle Proteinlieferanten. Die Mandel ist hier der Spitzenreiter mit fast 25 % Protein. Walnüsse enthalten 14 % und Haselnüsse 12 % Eiweiss.

In Bezug auf die Herzgesundheit ist in Nüssen besonders der hohe Arginingehalt interessant. Arginin ist eine Aminosäure, die zur Produktion von Stickstoffmonoxid benötigt wird. Dieses wiederum entspannt und erweitert die Blutgefässe und fördert somit deren Durchblutung.

Doch ist in diesem Zusammenhang nicht nur die Argininmenge ausschlaggebend, sondern insbesondere das passende Arginin-Lysin-Verhältnis. Lysin ist ebenfalls eine Aminosäure. Sie wirkt dem Arginin entgegen.

Je mehr Lysin also gleichzeitig mit Arginin im Körper eintrifft, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass das Lysin die herzfreundliche Wirkung des Arginins aufhebt.

In Nüssen nun herrscht ein äusserst vorteilhaftes Arginin-Lysin-Verhältnis. Das heisst, in Nüssen ist deutlich mehr, nämlich vier- bis fünfmal mehr Arginin als Lysin enthalten. Haselnüsse und Walnüsse weisen das günstigste Verhältnis auf.

Aber auch im Hanfprotein finden sich hohe Argininwerte und dreimal mehr Arginin als Lysin. Alles über die Nährstoffbombe Hanfprotein lesen Sie hier: Hanfprotein – Die Nährstoffbombe

Tierische Proteine enthalten hingegen sehr viel Lysin, wie z. B. das Kasein in Milch oder Käse (doppelt so viel Lysin als Arginin) und sind daher – im Hinblick auf das Arginin – keine herzfreundlichen Lebensmittel.

Schon jetzt wissen Sie also, dass Nüsse auf sage und schreibe mindestens sieben verschiedenen Ebenen Ihre Herzgesundheit verbessern können:

Nüsse senken den Cholesterinspiegel, verbessern Ihren Antioxidantienstatus, reduzieren Entzündungsmarker, helfen beim Erreichen des Idealgewichts, verhindern hohe Homocysteinwerte, versorgen mit dem Herzmineral Magnesium und enthalten reichlich entspannendes Arginin.

Nüsse haben jedoch noch viel mehr auf dem Kasten als den Schutz Ihres Herzens. Sie helfen Ihnen auch gegen Diabetes und Krebs.

Nüsse senken das Diabetes-Risiko

Nüsse schmecken nicht sonderlich süss und tangieren den Blutzuckerspiegel daher nur wenig. Nüsse können jedoch auch – wenn man sie gemeinsam mit Kohlenhydraten isst – den nach Kohlenhydratverzehr üblichen Blutzuckeranstieg deutlich abschwächen.

Es würde daher durchaus Sinn machen, statt eines herkömmlichen Brotes z. B. ein Walnussbrot zu essen, statt Sahnetorte lieber Nusskuchen zu backen oder künftig über das Dessert gemahlene Nüsse zu streuen – gemeinsam mit Zimt versteht sich, der noch zusätzlich äusserst positiv auf den Blutzuckerspiegel einwirkt.

Ein weiterer Aspekt, der zur antidiabetischen Wirkung der Nüsse führt, ist deren entzündungshemmende Eigenschaft. Man geht nämlich immer mehr davon aus, dass die für Typ-2-Diabetes übliche Insulinresistenz von chronischen Entzündungsprozessen verursacht oder verstärkt werden könnte.

In der bekannten Nurses Health Study zeigte sich dann auch, dass jene Teilnehmer deutlich seltener von Diabetes betroffen waren, die regelmässig Nüsse oder sogar Erdnussbutter assen – und zwar völlig unabhängig von Alter, Übergewicht, Diabetes in der Familie, sportlichen Aktivitäten, Rauchen, Alkohol und Kalorienaufnahme.

Das Diabetesrisiko reduzierte sich in dieser Studie um 27 bis 45 Prozent, wenn fünf Mal oder häufiger pro Woche Nüsse oder Erdnussbutter gegessen wurden.

Interessanterweise entdeckte man wiederum, dass die Nussliebhaber – trotz des hohen Fettgehalts der Nüsse – nicht zu Übergewicht neigten.

Nüssen beugen Gallensteinen vor

Auch Gallensteine traten bei den Nuss-Fans seltener auf als bei jenen, die kaum oder nie Nüsse assen. Das wundert nicht, tauchen Gallensteine doch besonders dort häufig auf, wo eine Insulinresistenz, Übergewicht sowie hohe Blutzucker- und hohe Blutfettspiegel herrschen und all diese Erscheinungen bei Nuss-Essern bekanntlich seltener vorhanden sind.

Sehr wahrscheinlich ist ausserdem, dass Nüsse einen positiven Einfluss direkt auf jenes Organ haben können, das bei Diabetes so besonders gestresst und geschädigt wird: Die Bauchspeicheldrüse.

Nüsse schützen vor Pankreaskrebs

Wissenschaftler der Harvard Medical School in Boston stellten unlängst fest, dass sich das Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, umso mehr verringerte, je mehr und je häufiger die Studienteilnehmer Nüsse zu sich nahmen.

Im angesehenen Fachmagazin British Journal of Cancer wurden die Ergebnisse der Studie im Oktober 2013 veröffentlicht:

Die Analyse des Ernährungs- und Lebensstils von 75.680 Frauen (die über 30 Jahre hinweg wissenschaftlich begleitet wurden und dies immer noch werden) ergab, dass jene Frauen, die zwei Mal pro Woche eine 28-Gramm-Portion Nüsse assen, ein signifikant niedrigeres Risiko für Pankreaskrebs hatten als Frauen, die fast keine oder überhaupt keine Nüsse mochten.

Das Krebsrisiko verminderte sich durch den Nüsseverzehr übrigens völlig unabhängig vom Gewicht, der sportlichen Betätigung, dem Verzehr von rotem Fleisch oder auch von einer möglichen Diabeteserkrankung (die als Risikofaktor für Pankreaskrebs gilt).

Auch beschränkt sich der Krebsschutz durch Nüsse offenbar nicht nur auf Pankreaskrebs. Laut folgender Studie soll auch der Darm von den wertvollen Stoffen der Nüsse profitieren.

Nüsse in der Darmkrebs-Prävention

In zehn europäischen Ländern nahmen im Jahr 2004 fast 500.000 Menschen an einer Studie teil, die sich dem Darmkrebsrisiko widmete. Dabei zeigte sich, dass Frauen ein umso niedrigeres Risiko besassen, an Dickdarmkrebs zu erkranken, je mehr Nüsse sie zu sich nahmen.

Warum sich ähnliche Zusammenhänge bei Männern nicht beobachten liessen, stellte die Wissenschaftler vor eine unlösbare Aufgabe. Das bedeutet jedoch nicht, dass Nüsse für Männer keine Vorteile parat hätten.

Im Gegenteil: Die kleinen Herbstfrüchte sollen nämlich die Überlebenschancen bei diagnostiziertem Prostatakrebs deutlich erhöhen – wie eine andere Studie zeigte.

Nüsse erhöhen die Überlebenschancen von Männern mit Prostatakrebs

Forscher der University of California in San Francisco untersuchten über einen Zeitraum von acht Jahren 4.577 Prostatakrebspatienten, deren Krebs zu Beginn der Studie noch nicht metastasiert war, also noch nicht gestreut hatte.

Im Laufe der Studienzeit jedoch starb ein Fünftel aller Patienten am Prostatakrebs. 30 Prozent starben an Herzkrankheiten und 20 Prozent an anderen Krebsarten.

Die Wissenschaftler rund um Dr. Erin Richman stellten nun fest, dass jene Männer ihren Krebs offenbar besser im Griff behielten, die mehr pflanzliche Fette und Nüsse gegessen hatten.

Wenn die Männer 10 Prozent ihrer täglichen Kohlenhydratmenge gegen pflanzliche Fette eintauschten (z. B. in Form eines Salatdressings mit Olivenöl), dann sank ihr Risiko, am Prostatakrebs zu sterben, signifikant um 29 Prozent. Darüber hinaus sank ihr Risiko, an irgendeinem anderen Grund zu sterben um weitere 26 Prozent.

Wenn die Männer ausserdem 30 Gramm Nüsse pro Tag assen, konnten sie mit dieser Massnahme das Risiko, dass ihr Krebs streuen könnte, um 18 Prozent senken.

Dr. Richman erklärte:

Der Verzehr von gesunden Ölen wie z. B. Olivenöl und Nüssen erhöht den Antioxidantien-Spiegel im Blut, senkt die Insulinausschüttung und reduziert gleichzeitig chronische Entzündungen im Körper. Alle drei Faktoren halten den Prostatakrebs davon ab, weiter zu wachsen oder gar Metastasen zu bilden.

Ähnliche Gründe werden es auch sein, die Frauen vor Brustkrebs schützen, wenn sie ausreichend Nüsse essen, worüber wir hier schon berichtet haben: Walnüsse gegen Brustkrebs

Krebsschutz durch Nüsse bestätigt

Forscher von der Mayo Clinic in Rochester und der University of Minnesota in Minneapolis analysierten überdies 36 Beobachtungsstudien mit über 30.000 Probanden, um die krebsschützende Wirkung von Nüssen konkret unter die Lupe zu nehmen.

Die in der Fachzeitschrift Nutrition Reviews veröffentlichte Übersichtsarbeit bestätigte erneut, dass Nüsse das Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs, Dickdarmkrebs und Gebärmutterkrebs zu erkranken, reduzieren können.

Nüsse scheinen also wirklich schwere Geschütze zu sein, wenn sie dazu in der Lage sind, den Körper – völlig nebenwirkungsfrei – vor sämtlichen Feinden zu bewahren, die immerhin zu den häufigsten Todesursachen in unserer modernen Zeit gehören.

Nichtsdestotrotz helfen Nüsse nicht nur gegen bedrohliche Krankheiten, sondern unterstützen uns auch darin, den stressigen Alltag besser zu meistern – womit wir zur bekanntesten Wirkung der Nüsse kommen:

Nüsse machen den Kopf klar

Für die Leistungsfähigkeit des Gehirns sind Nüsse unersetzlich, nicht umsonst heisst die Mischung aus Trockenfrüchten und Nüssen Studentenfutter.

Nüsse enthalten Cholin und Lecithin – Bausteine von Botenstoffen – die das Gehirn für seine Arbeit benötigt. Den höchsten Cholingehalt weisen Mandeln mit 52 mg auf, gefolgt von den Haselnüssen mit 45 mg und Walnüssen mit 32 mg.

Nüsse – Immer ungesüsst und ungesalzen

Sorgen Sie also dafür, dass Ihr Vorratsschrank immer ausreichend und vielerlei Nusssorten für Sie bereithält. Kommt dann die Lust auf einen Snack, müssen Sie nicht auf Ungesundes zurückgreifen, sondern können sich guten Gewissens einen Nuss-Snack genehmigen.

Um von all den positiven Eigenschaften der Nüsse profitieren zu können, sollten Sie jedoch keine gesalzenen oder gesüssten Nüsse wählen. Zu viel Salz erhöht den Blutdruck und gesüsste Nüsse enthalten zusätzliche Kalorien sowie ein blutzuckersteigerndes Potential.

Beides – Zucker und Salz – führt ferner dazu, dass Sie viel mehr Nüsse essen, als Sie ursprünglich wollten. Ein ordentlicher Teil der Nuss-Vorteile wäre mit diesen beiden Zutaten also wieder zunichte gemacht.

Achten Sie beim Kauf von Nüssen auf…

Achten Sie beim Kauf von Nüssen auf heimische Nüsse, da importierte Nüsse aus Spanien, Italien oder Amerika gebleicht oder begast sein können, damit sie besser aussehen und leichter zu öffnen sind.

Gemahlene Nüsse verfügen im Grunde über die gleichen Nährwerte wie frische Nüsse, aber nur, wenn sie unmittelbar nach dem Mahlen verzehrt werden. Wärme, Licht und Feuchtigkeit führen nämlich zur raschen Oxidation der wertvollen Nussfette und lassen die zerkleinerten Nüsse daher schnell ranzig werden.

Kaufen Sie also besser ganze Nüsse und mahlen Sie sie erst bei Bedarf ganz frisch – was übrigens mit einem leistungsfähigen Mixer schnell und ohne Aufwand erledigt ist.

Und bevor Sie Nüsse in der Schale kaufen, sollten Sie diese schütteln: Sobald Sie beim Schütteln einer Nuss nämlich ein deutliches Klapper-Geräusch hören, können Sie davon ausgehen, dass sie alt oder nicht mehr gut ist.

Anti-Nährstoffe in Nüssen?

Neben all ihren tollen Eigenschaften wird Nüssen jedoch immer wieder eine ganz bestimmte Sache vorgeworfen: Nüsse sollen sog. Anti-Nährstoffe (Antinutritiva) mit negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit enthalten.

Im Grunde fragt man sich an dieser Stelle, ob man sich über diesen Aspekt tatsächlich Gedanken machen sollte. Denn: Würden Sie nach allem, was Sie jetzt über Nüsse wissen, Nüsse meiden, nur weil diese Anti-Nährstoffe enthalten sollen?

Anti-Nährstoffe, von denen man eigentlich nicht viel bemerkt? Anti-Nährstoffe, die es offenbar nicht schaffen, die guten Wirkungen der Nüsse zu hemmen oder gar aufzuheben? Im Gegenteil. Nüsse bewahren vor Krankheiten – wie wir ausführlich dargelegt haben – und verursachen sie nicht etwa.

Nüsse wirken also eindeutig TROTZ der Anti-Nährstoffe. Oder tun sie das womöglich gar WEGEN der Anti-Nährstoffe?

Lektine, Phytinsäure & Co in Nüssen

Anti-Nährstoffe sind sekundäre Pflanzenstoffe, wie z. B. Lektine, die Phytinsäure oder die sog. Protease-Inhibitoren. Lektine sollen die Darmwände angreifen, die Phytinsäure soll die Aufnahme von Mineralstoffen und Spurenelementen hemmen und die Protease-Inhibitoren (auch Trypsinhemmer genannt) erschweren die Eiweissverdauung.

Gleichzeitig werden Protease-Inhibitoren bereits in der Krebstherapie eingesetzt, zur Phytinsäure gibt es Studien, denen zu folge die Phytinsäure antioxidative, blutzuckerregulierende und anticancerogene Wirkungen haben soll und auch Lektine stehen im Fokus der Wissenschaft als krebsbekämpfende Wirkstoffe.

Wie geht man mit diesen widersprüchlichen Aussagen um? Ganz einfach: Wenn Sie kleine Mengen Nüsse pro Tag zu sich nehmen 30 bis 100 Gramm, dann können Sie diese problemlos verzehren.

Möchten Sie jedoch mehr Nüsse pro Tag essen, was zum Beispiel dann der Fall ist, wenn man aus Nüssen und Mandeln Brot (auch Rohkostbrot) und Müsliriegel herstellt oder wenn man häufig basische Kuchen macht, dann sollten Sie einen Teil der Nüsse vor der Weiterverarbeitung über Nacht einweichen.

Während des Einweichens startet der Keimprozess in der Nuss, was zu einer gewissen enzymatischen Aktivität führt. Dadurch werden alle drei genannten Antinährstoffe mengenmässig stark reduziert.